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Licht und Dunkel - Blau und Gelb es sind nicht die Gegensätzlichkeiten, die Markus Wanger aufzeigen will, sondern die Beziehungen, das Miteinander, die Zusammen- gehörigkeit über die Farbaddition hinaus - das Spiel mit der Impression. Die Virtuosität nicht Reales auf zweidimensionaler Fläche in räumliche Architekturobjekte wachsen zu lassen, zeigt den Genius des Schöpferischen.
Dominante und verhaltene Farben, je nach dem Duktus des Bildes zeigen sich gravierend im variationsreichen Œuvre von Markus Wanger. Farbstrukturen treten an die Stelle des Gesehenen und heben das alltäglich Gegenständliche in abstrahierte Formen mit symbolhaftem Charakter, so erzeugt Wanger beim Betrachter die intendier- ten Stimmungen.
Landschaften und Architektur, Resultate vieler Studien und Reisen, löst er so auf, dass alles Zeitspezifische und sekundär Bedeutsame extrahiert zu sein scheint. Diese Prämisse zieht sich durch sein gesamtes Werken, gibt dem Betrachter den Eindruck des Herben, ungebrochen Kräftigen, auch dort wo Zerbrechliches, Diffiziles wie Blumen und Pflanzen in seinen Stillleben, gleichermaßen optima forma einer Hymne an die Schöpfung gemalt sind.
Seine Abstraktionen unterscheiden sich von der ersten Generation des Informels dadurch, dass die Intention des malenden Bildes bei ihm seinen Ursprung hat in einem zeitlich andauernden kognitiven Denkprozess; das Primat zur Bildentstehung. Er sublimiert die Metaphorik des universell Gültigen, wie er auch judikatorisch das Sekun- däre, das die Bildaussage stören könnte, kategorisch aus dem Bild eliminiert.
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