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Emma Andijewska ist einerseits Malerin, andererseits auch Schriftstellerin und ihr Fabelwissen begründet sich im sehr weiten slawisch-germanischen Kulturkreis. Märchen, Mythen und Geschichten, welche sie als Kind erzählt bekam, bildeten in ihrer kindlichen Vorstellung eigenartige Figuren, Formen und Gebilde. Auf groteske Art schildern ihre Bilder das alltägliche Leben. Ein weiterer, wichtiger Part findet sich im Aufbau ihrer Bilder, deren Basis in der orthodoxen Tradition zu sehen ist. Hintergrund sind die Ikonen, die nach strengen, konsequenten befolgten Regeln und Vorschriften entstanden.Nicht vom Inhalt her, sondern in der Dichte, dem Komprimieren der Bildelemente zueinander, steht sie in der gleichen ikonografischen Tradition, der auch Marc Chagall Zeit seines Lebens verbunden war. Die kartoffelartige Gestalt ihrer Fabelwesen lässt sich auf frühkindliche Erfahrungen; Gnome, Alraune, und Wesen aus der Unterwelt, zurückführen. Eine symbolische Bedeutung kommt auch den Farben in Emma Andijewskas Werken zu. Die Farbe blau steht für reines Wasser und klaren Himmel sowie das helle Beige für Sand - sie lenken die Gedanken des Betrachters in positive Bahnen und lassen Erinnerungen wach werden. Die Farbe rot steht häufig als Symbol der Macht.
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